Zauberwelt der Marken – Sibillinische Berge

Ein Stück Paradies, das zu jeder Jahreszeit unvergessliche Panoramen bietet. Das Reich der Zauberin Sibilla, der Feen und Magier. Es ist eben die Zauberwelt der Marken!

Gewitterwolken über den Sibillinen
Gewitterwolken über den Sibillinen

Kaum eine andere Region weist eine solche landschaftliche Vielfalt wie die Marche auf. Innerhalb einer Autostunde von den mit Palmen bestandenen Stränden der Küste entfernt, betritt der Besucher eine völlig andere Welt: die grandiose Gebirgslandschaft, die Zauberwelt der Marken, mit all ihren Legenden und Sagen.

Frühling und Frühsommer

Spektakulär präsentiert sich das Blütenmeer wilder Orchideen, Narzissen, Enziane, Glockenblumen oder Krokusse im Frühling und Frühsommer an den Berghängen. Das Gelb der Sonnenblumen, die auf großen Flächen sowohl in den Hügeln als auch im Vorgebirge wachsen, leuchtet ab Mitte Juni mit der Sonne um die Wette. Wie ausgegossen gedeihen hier Blumen, die teilweise endemischer Natur sind. Oder Blumen, die wir sonst liebevoll in unseren Gärten pflegen, in der Hoffnung sie mögen gedeihen. Der Klatschmohn in unglaublichen Mengen lässt Felder wie in Flammen stehend erscheinen. Wer diesen Anblick einmal genossen hat, wird ihn für immer im Gedächtnis und im Herzen behalten.

Wilde Orchideen der Sibillinen
Wilde Orchideen der Sibillinen

Sibillinische Berge: Was ist das Hauptmerkmal?

Die Marche liegen demjenigen zu Füßen, vom Monte Conero bis zum Gran Sasso, der es auf sich nimmt, die Gipfel der Sibillinen zu erklimmen. Die Gestalt der sibillischinen Berge hat nichts Enges, Bedrohliches, wie es einem im Gebirge manchmal erscheint.

unter dem Gipfel der Sibilla
unter dem Gipfel der Sibilla

Die Felsabschnitte sind oft durchsetzt mit Wäldern, die das Herbe des Fels mildern. Der Blick vom Monte Vettore, dem höchsten Berg der Sibillinen (2.476 m), vom Monte Sibilla oder einem der anderen über 2.000 m hohen Gipfel hinunter zum adriatischen Meer scheint aus einer anderen, schöneren Welt zu sein. Das Beste jedoch ist vielleicht, dass innerhalb des Nationalparks der Sibillinen keinerlei Skipisten geschaffen wurden. Die Natur blieb von den üblen Erscheinungen verschont, die mit dem Skitourismus einher gehen. Vielleicht ist dies der Hauptgrund, warum uns die Zauberwelt der Sibillinen erhalten geblieben ist.

Kommt der Herbst und Winter…

Nicht weniger farbenprächtig, nur anders, empfängt der Nationalpark der Sibillinischen Berge im Herbst seine

Die Monti Sibillini - die blauen Berge
Die Monti Sibillini – die blauen Berge

Besucher. Die Blätter der verschiedenen Ahornarten, der Kastanien -und Buchenwälder leuchten in allen Rot-, Gelb-, Gold- und Braunschattierungen.

Unter mit Efeu berankten Bäumen auf den verschiedenen Wanderwegen, wie beispielsweise dem zum Eremiten von San Leonardo oder vom Balzo Rosso hinab zur Madonna dell´Ambro, wachsen Tausende wilder Alpenveilchen. Auf den freien Wiesenflächen lösen langstängelige Silberdisteln die Sommerblumen in ihrer Blüte ab.Ich habe schon oft gesagt, es fehlt nur noch ein Prinz auf einem Schimmel, der durch diese wildromantischen Wälder daherreitet. Es ist nicht übertrieben, wenn ich von der Zauberwelt der Sibillinischen Berge spreche…

In den Kastanienwäldern beginnt die Ernte der Maronen, die Trüffelhunde werden ab Oktober zur Suche nach den wertvollen Knollen losgelassen und die Steinpilzsammler können mit reichen Funden rechnen. Die Tage sind klar und angenehm unter der noch immer warmen Herbstsonne. Was im Sommer oft am Horizont von Dunst verschleiert ist, stellt sich nun mit fotografischer Genauigkeit dar. Von den Hügeln aus betrachtet rücken die Berge in greifbare Nähe, werden hier und da einzelne schneebedeckte Flecken sichtbar. Es ist, als ob man ein Spielzeugland betrachtet.

herbstlicht in den Sibillinen
Herbstlicht in den Sibillinen

Die Zauberwelt der Sibillinischen Berge im Licht des Herbstes

Das Licht des Herbstes bringt wunderschöne Effekte. Die Berge erscheinen wie mit grünem Samt überzogen im milden  Sonnenschein. Selbst nach all den Jahren meines Hierseins hat für mich dieser Anblick nichts von seinem Zauber verloren. Unsere Sibillinen werden nicht umsonst auch liebevoll die Monti Azzurri genannt, die himmelblauen Berge. Vor allem in den Wintermonaten präsentieren sie sich in allen Blau-Schattierungen.

Zauber des Winters

Ist erst der Winter richtig angebrochen verschont er oft nicht einmal die Küstenregion. Ab und zu werden die Palmen des Lungomare in den Orten entlang des Meeres weiß überzuckert. Dies ist jedoch nicht von Dauer und geschieht recht selten.

zieht der Herbst ins Land - hier auf dem Monte Sibilla
zieht der Herbst ins Land – hier auf dem Monte Sibilla

Nur in den Bergen hält sich die weiße Pracht. Die Wasserfälle erstarren zu Eis, die Skiwanderer unternehmen ihre Touren durch den meterhohen Schnee auf den sogenannten Ciaspole, den Schneeschuhen. Die Sonne taucht am Morgen die weißen Gipfel in zarte rosafarbene Töne, am Nachmittag gehen sie in alle erdenklichen Blauschattierungen über. Kein Skilift und das damit verbundene Treiben stört das Bild dieses winterlichen Friedens. Man ist allein mit der Stille der Natur.

Kreislauf des Lebens und der Natur

Im März, mit der ersten Frühlingssonne beginnt aufs Neue dieser

Die Pian Grande mit den Frühlingsboten
Die Pian Grande mit den Frühlingsboten

herrliche Kreislauf der Jahreszeiten. Selbst nach Jahren wird man nicht müde, immer wieder staunend diese Wunder der Natur zu betrachten.

Der Schnee hält sich auch noch im März in den schattigen Gebirgstälern und auf den Gipfeln. Wir haben schon erlebt, dass auf dem Monte Vettore noch im Juni schneebedeckte Flecken zu finden waren. Schon auf einer Höhe von 1.000 m jedoch beginnt das Feuerwerk der Farben unserer Blumen und Sträucher von Neuem. Die Welt sieht aus, als ob sie gerade frisch gewaschen wäre und beschert den Besuchern ein Gefühl, das einem nicht häufig in unserer stressigen Welt überkommt, tiefer Frieden.

Unter dem Vettore
Unter dem Vettore

 

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